Nadine Mahan Atma Kaur Beate Waldmann Schienhammer

Reiten...

Seit meiner Kindheit faszinieren mich Pferde und ich suchte immer wieder Kontakt zu diesen kraftvollen Geschöpfen. So putzte ich die Zirkuspferde wenn in der Nähe einer hielt und wurde ab und zu von meinen Eltern auf einem Pferd geführt. Reiten durfte ich als Kind leider nicht lernen. Erst als ich mein eigenes Geld verdiente, konnte ich diese Sehnsucht stillen und begann mit meiner ersten Reitstunde.

Dieser Beginn war zwigespalten. Auf der einen Seite war ich froh Reiten zu lernen, auf der anderen Seite war es kein guter Unterricht. Es war eine Massenabfertigung bei der ich Angst und Unsicherheiten statt Freude empfand. Nach einem schweren Sturz (der Helm hat mir das Leben gerettet, sonst hätte ich einen zertrümmerten Schädel gehabt) traute ich mich nicht mehr frei zu reiten und begann wieder an der Longe... und nur mit einem Pferd, bei dem ich wusste dass es brav war. Nach einer geraumen Zeit wechselte ich in den nächsten Ausbildungsbetrieb.

Dort lernte ich das Lenken und anhalten und bekam mehr Sicherheit. Auch hier durfte ich zum ersten Mal in den Genuß eines Ausrittes kommen. Das einzige Manko war das Schreien der Reitlehrerin. Ich wollte mich nicht nach 40 Stunden anstrengender Arbeit in meiner Freizeit anschreien lassen (sie schrie auch die anderen an). Ihr fehlte das Fingerspitzengefühl und konnte mit meiner Angst nicht umgehen.

Dann wechselte ich erneut und durfte das Glück genießen einen sanften und guten Reitlehrer an meiner Seite zu wissen. Der sich viel Zeit für mich nahm. Da keimte in mir schon der Wunsch später einmal auch mit Pferden zu arbeiten. Zeitgleich bekam ich meine erste Reitbeteiligung - Smokey ein Westernfreizeit gerittenes Pferd. Als ich das erste mal im Westernsattel saß, fühlte ich mich zum ersten Mal richtig gut im Sattel und wusste, hier will ich bleiben. Dieses Pferd lehrte mich entspannt und losgelöst zu galoppieren und wie herrlich Ausritte sind. Hier durfte ich ganz in meinem Tempo die Angst gegen Freude und Sicherheit tauschen.

Nach einer längeren Pause, fand ich ein neues Pferd als Reitbeteiligung. Nioba, das Panikerpferd. Von ihr lernte ich Bodenarbeit und vertrauensaufbau. Ausreiten war ohne den Herdenchef nicht möglich. Sie Paniker und ich ängstlich! Das war Dynamit! Somit arbeiteten wir viel am Platz und ich schaffte es nach einigen Jahren aus diesem Buckel und Nix-wie-weg Pferd ein entspanntes Hottehü zu machen. Sie hatte sich auch einmal den Wirbel gebrochen, weil es beim Impfen in Panik geriet, stieg und stürzte. Nach der Arbeit mit ihr, konnte dieses Pferd unangebunden geimpft, Hufe gepflegt und mit der Gießkanne gewaschen werden. Sie folgte mir im Gelände in den Fluss und lies sich von mir waschen. Wenn ich neben ihr ging, dann fühlte sie sich sicher. Von ihr habe ich so viel gelernt. Und bin dankbar für alles!

Neben Nioba durfte ich auch öfter mit Chicco das umliegende Gelände erkunden. Es machte viel Spaß mit ihm kreuz und quer durch den natürlichen Erlebnistrail "Wald" zu reiten. Er hatte eine treue und liebevolle Pferdeseele und wurde gerne als "Anfängerpferd" von den Einstellern für Reitbegleitungen ausgeliehen. Mit ihm konnte ich die langen Ausritte genießen, was mit Nioba nicht möglich war. In Erinnerung an dieses treue Pferd!

Nach einem Umzug kam ich zu Goldun, er lehrte mir Vertrauen in mich und in das Pferd. Auch wenn er ein Sturkopf sein konnte, war er immer ein liebes Pferd. Durch ihn konnte ich meine reiterlichen Fähigkeiten erweitern. Bodenarbeit und Westerndressur verbesserten sich enorm und hier konnte ich lernen alleine in die Umgebung zu reiten. Es traf mich schmerzlich als ich mich von ihm trennen musste, da die Besitzerin ihn verkaufen musste.

Und dann kam Champ, mein Stinker Tinker! Er ist mein Seelenpferd. Als ich das erste mal auf ihm saß, hatte ich zum ersten Mal kein einziges Angstgefühl! Bei ihm traute ich mich ohne Sattel ins Gelände. Machte aus einem Raser einen Jogger und ein super Verlasspferd im Gelände. Wir sind heute noch beisammen und ein DREAMTEAM. Mit ihm startete ich das unterrichten und therapieren im ersten kleinen Rahmen mit Freunden und Bekannten. Dies wird nun neben meiner Weiterbildung ausgebaut.

Mit Wastl, konnte ich nun all mein Wissen und meine Fähigkeiten auf die Probe stellen. Er ist ein junges unerfahrenes Pferd und hat von mir als erstes das Laufen an der Longe gelernt. Für ihn war es ein neues Körperbewusstsein, so musste dieser liebevolle kaltblüter anfangen sich auszubalancieren und lernen bewusst das Tempo zu regulieren. Mit großer Begeisterung lernten wir voneinander und hatten eine Menge Spaß trotz der räumlichen Herausforderung dies zu meistern. Danach begab ich mich in den Sattel und zeigte ihm auf sanfter und bestimmter Art, was ich nun von ihm da oben möchte, wenn ich mein Gewicht verlager, ihn mit den Zügel begrenze und mit leichtem Zupfen und öffnen den Weg weise. Dieser gelehrige Kerl lernte sehr schnell. Da der Platz nicht sehr optimal zum Üben war, machten wir uns dann bald auf ins Grüne um dort im Trab weiter zu üben. Bei ihm lernte ich, mir und meiner Begabung zu vertrauen und was es bedeutet einem Pferd eine "neue" Sprache beizubringen.  

 

Ich lernte viel von der Freizeitreiterakademie Penquitt und durch Bernd Hackel. Sowie all meiner Pferdefreunde! Und bilde mich immer wieder weiter! Demnächst startet die Ausbildung zum therapeutischen Reiten.

 

Angstfrei-Reiten richtet sich an alle, die mit einem mulmigen Gefühl auf das Pferd steigen. Mit meiner ruhigen, verständnisvollen und humorvollen Art helfe ich dir, wieder Vertrauen in dich und dein Pferd zu bringen. Du bestimmst das Tempo! Egal ob Bodenarbeit oder Reiten. Dort wo du und dein Pferd steht, dort setze ich an.

In meine Arbeit fließt ein Anteil aus meiner Yogaerfahrung in Form von Meditationen, Körperübungen, Mental- und Atemtechnicken mit ein.

Ich freue mich dich und dein Pferd zu begleiten!